Die Finanzkrise hat ihre Spuren hinterlassen, viele Sparer sind verunsichert, wie sie am besten mit ihrem Geld umgehen sollen. Nach wie vor gibt es keine Standartempfehlung, die auf jeden Anleger zutrifft. Die Kapitalanlage ist und bleibt eine äußerst individuelle Angelegenheit, die eine intensive Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Möglichkeiten und ein gründliches Prüfen der Angebote bedingt. Aus wenig Geld auf die schnelle unglaublich viel Geld machen, das klappt höchstens beim Lotto und auch dann nur in jedem hundertvierzig Millionsten Fall. Viel Unfug wird verbreitet, aber es ist nun mal auch nicht die optimale Lösung, das mühsam Ersparte unter der Matratze zu verstecken. Wenigstens die Inflationsrate möchte man ja ausgeglichen wissen. Aber welche Arten von Geldanlagen gibt es, insbesondere für Menschen, die lieber auf Nummer sicher gehen?

Zunächst einmal braucht jeder Mensch heutzutage ein Girokonto. Eine Variante davon bildet das so genannte Cash Konto. Dieses wird nur online geführt und ist aus diesem Grund meist kostenlos. Über dieses Konto wird der Zahlungsverkehr abgewickelt, es können Überweisungen getätigt, Lastschriften eingezogen und Daueraufträge beauftragt werden. Manche Banken zahlen für das Cash-Konto auch Guthabenzinsen. Das Cash-Konto braucht keine Mindesteinlage, einfach eröffnen und los gehts. Achtung, bei manchen Geldinstituten wird Cash-Konto anders definiert, hier handelt es sich eher um eine Art Sparbuch und es ist kein Zahlungsverkehr möglich. Deshalb die Geschäftsbedingungen genau prüfen. Es empfiehlt sich, auf dem Cash- oder Girokonto in etwa zwei Monatsgehälter anzusparen, denn rutscht man hier in die Miesen werden immense Sollzinsen fällig.

Alles, was an Geld darüber hinaus angespart wird, kann angelegt werden. Eine Möglichkeit bietet das Tagesgeldkonto. Hier wird das Geld eher kurzfristig angelegt, man kann jederzeit darüber verfügen und auch der zu Beginn vereinbarte Zinssatz kann sich je nach Marktgegebenheiten verändern, benutzen Sie dazu auch einen den Zinsrechner. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeldkonto ist abhängig vom Leitzins der europäischen Zentralbank und liegt meist unterhalb des Zinssatzes für längerfristige Anlagen.

Beim Festgeld ist oft eine Mindesteinlage nötig. Hier überlässt man sein Erspartes für eine vorher vereinbarte Zeit, zum Beispiel ein Jahr lang, der Bank. Der Zinssatz, der vorab festgelegt wurde, gilt während der gesamten Laufzeit und liegt meist oberhalb des Satzes für ein Tagesgeldkonto. Zu Beachten ist, dass innerhalb der europäischen Union Einlagen bis 20.000 EUR gesichert sind, in Deutschland gibt es darüber hinaus den Einlagensicherungsfond der Bankverbände. Ob die jeweilige Bank darüber abgesichert ist, sollte vorab geklärt werden.

Außerdem bieten viele Banken einen sogenannten Sparplan an, der je nach Bank sehr unterschiedlich aussehen kann. Hier können die Zinsen variabel oder fest vereinbart sein. Diese Modelle sollten sehr genau geprüft werden.

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